Eigenes Leiden verringern und abkürzen

Eigenes Leiden verringern und abkürzen, bedeutet meist auch Kosten zu senken im Gesundheitswesen. 

Eine medizinisch und juristisch korrekt formulierte Patientenverfügung führt dazu, dass im Falle einer Einwilligungsunfähigkeit (Schlaganfall, Unfall, Demenz, Organversagen, schwere Erkrankung, …) lt. Gesetz nur seine schriftlichen Festlegungen gelten. 

Der Betroffene will mit einer Patientenverfügung vorausschauend festlegen, ob und in welchem Ausmaß er intensivmedizinische Eingriffe und Behandlungen zulassen möchte, wenn er seinen Willen nicht mehr bilden oder äußern kann.

Den meisten Menschen geht es mit der Erstellung einer Patientenverfügung darum in diesem Zustand lang anhaltendes Leiden und Dahinvegetieren zu verhindern. Außerdem sollen Angehörige von Entscheidungen und Belastungen befreit werden, die sie ansonsten oft ein Leben lang quälen könnten.

Krankenhäuser, Ärzte und Pflegeheime verdienen dadurch weniger, weil sich der Patient dazu entschlossen hat, sein Leben nicht mehr künstlich zu verlängern, in einem für ihn unwürdigen Zustand.

Erste Auswirkungen haben die Krankenkassen bereits registriert. Einige berichten, dass in vergleichbaren Fällen aus der Vergangenheit meist deutlich höhere Behandlungskosten entstanden waren. Am Ende ist der Patient dennoch gestorben, hat aber in dieser Zeit der „Lebensverlängerung“ im Zustand der Willenlosigkeit, ggf. Leiden ertragen müssen (auch die Familie).

Korrekte Patientenverfügungen haben damit einen doppelten Effekt: Eigenes Leiden verringern und begrenzen, sowie als Folgeeffekt die Senkung von Kosten im Gesundheitswesen.

 

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